Deutsch: Montage-Lektion

Montage-Lektion 8: Hilfe bei der Pfostensuche

In diesem Teil unserer „Weiterbildung“ zur Wand-Montage mit dem Tasker Nick C. befassen wir uns mit Problemen bei der Pfostensuche. Nick zufolge ist es bei Montage-Tasks überaus wichtig, die Pfosten richtig zu orten, damit du nicht versehentlich:

  • eine Wasserleitung anbohrst 🚰
  • Stromkabel beschädigst 💡
  • einen Gegenstand nur an Gipskarton befestigst – und er dann abstürzt und kaputtgeht 💥

Um die Pfosten in einer Trockenbauwand zu finden und, falls erforderlich, den richtigen Dübel auszuwählen, musst du zunächst die verschiedenen Wandarten kennen. Weitere Informationen dazu findest du in Montage-Lektion 5: Die Wandart bestimmen (LINK).

  • Stahlpfosten
    • Kommt immer häufiger vor, aber vor allem in höheren Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden (>3 Etagen). 
    • Schwieriger bei der Montage, weil die Stahlprofile schmal sind und sich durch schwerere Gegenstände verbiegen können.
    • Stahlpfosten haben ungefähr die gleichen Maße wie Holzpfosten. Die Gipskartonplatten werden direkt an die Pfosten geschraubt.
    • Meist haben die Pfosten einen Abstand von 60 cm, prüfe aber vorsichtshalber auch bei 40 cm nach.
    • Verwende Schnellbauschrauben (geringe Belastung) und Klappdübel (hohe Belastung).
  • Putzträgerplatten
    • Finden sich meist in Wohnhäusern aus der Mitte des 20. Jahrhunderts oder älter.
    • Dahinter befinden sich senkrechte Pfosten und waagerechte Latten (parallel zu Boden und Decke) aus Holz.
    • Balkenfinder funktionieren häufig nicht, weil die Putzschicht dicker ist als moderner Gipskarton. Daher brauchst du ein Gerät, das auch Metall erkennt, um die Nägel zu finden, mit denen die Latten an den Pfosten befestigt sind – dort kannst du deine Befestigungselemente festschrauben. Der Putz kann leicht bröckeln, sei beim Bohren also besonders vorsichtig!
  • Ziegel, Beton und Stein
    • Wände aus dieser Kategorie finden sich z. B. in Altbauten, Bürogebäuden aus Beton und Industrielofts. Oft erkennt man sie schon auf den ersten Blick!
    • Sowohl Ziegel- als auch Betonwände kommen ohne Pfosten aus. Sie sind sehr massiv und erfordern spezielles Werkzeug, wie:
  • Metallspreizdübel und Metallschrauben
  • eine Schlagbohrmaschine
  • Steinbohrer mit dem passenden Durchmesser für die Metalldübel
  • eine Schutzbrille und Ohrenschützer

Wenn dein Balkensucher versagt …

Der Tasker Nick C. bestätigt, dass Balkensucher an bestimmten Wandarten, insbesondere Putzträgerplatten, scheitern. Was nun? Zunächst einmal: keine Panik! Es gibt ein paar alternative Methoden, um Pfosten aufzuspüren:

  • Kenne die Standardmaße. Pfosten haben normalerweise einen Mittenabstand von 40 cm, d. h. die Mitte eines Pfostens ist 40 cm von der Mitte des nächsten Pfostens entfernt. Allerdings kann der Mittenabstand manchmal auch 60 cm betragen, dies ist jedoch selten und kommt vor allem bei älteren Häusern vor. 
  • Klopfe gegen die Wand. Wenn sich hinter der Wand ein Pfosten befindet, klingt es eher dumpf. Befindet sich nichts dahinter, klingt es hohl. Diese Methode eignet sich gut für eine grobe Orientierung, aber nicht, um die genaue Position zu ermitteln!
  • Nimm einen Magneten zu Hilfe! Führe einen Magneten langsam senkrecht und waagerecht über die Wand, um die Schrauben zu finden, mit dem die Gipskarton- oder Putzträgerplatten an den Pfosten befestigt sind. Wenn du diese Schrauben findest, weißt du, wo der Pfosten ist!

Pfosten finden und Befestigungsmittel anbringen: 

Der Tasker Nick C. empfiehlt folgende Schritte, um Pfosten zu finden:

  • Nimm einen Balkensucher und führe ihn langsam waagerecht über die Wand, bis er anschlägt. Markiere die Stelle. Bewege den Balkensucher nun von der anderen Seite aus waagerecht auf diese Markierung zu. Wenn er piept, markierst du wieder den Punkt. Der Pfosten befindet sich zwischen deinen beiden Markierungen. 
  • Denk daran, dass Pfosten normalerweise 4 cm breit sind. Wenn der Abstand zwischen deinen Markierungen größer ist, greif noch mal zum Balkensucher!
  • Bohre immer langsam und vorsichtig. Gipskarton lässt sich recht leicht durchbohren und du willst schließlich nicht versehentlich etwas anbohren, das sich dahinter verbirgt!
  • Wenn du einen Spreizdübel verwendest, solltest du immer einen Bohreinsatz nehmen, dessen Durchmesser deutlich kleiner als der des Dübels ist. Es ist einfacher, das Loch nachträglich zu vergrößern, als mit einem zu großen Loch zurechtzukommen.
  • Du brauchst für die Montage nicht unbedingt einen Pfosten, vor allem, wenn der Gegenstand nicht so schwer ist. Selbst schwerere Gegenstände können oft mit Klappdübeln sicher befestigt werden. Wenn du aber die Möglichkeit hast, einen Pfosten zu nutzen, solltest du es auch tun!

Wenn du die Pfosten trotzdem nicht finden kannst 

„Um auf TaskRabbit erfolgreich zu sein, musst du das Vertrauen der Kunden gewinnen“, sagt Nick. „Deine Kunden verlassen sich darauf, dass du der Experte beim Task bist und entscheiden kannst, was in der jeweiligen Situation zu tun ist. Gleichzeitig ist es als Tasker deine Aufgabe, dem Kunden zu erklären, was du vorhast, und ihn über jegliche Planänderungen auf dem Laufenden zu halten.“ So geht Nick mit unvorhergesehenen Umständen um:

  • Vorsicht ist besser als Nachsicht. Schütze dich, dein Geschäft und das Zuhause deines Kunden. Wenn dein Balkensucher auf etwas stößt, das kein Pfosten ist, solltest du in Erfahrung bringen, worum es sich handelt, bevor du drauflos bohrst.
  • Mach dich mit dem Gebäude vertraut: Wenn sich mysteriöse Dinge hinter der Wand verbergen, solltest du nicht die Wand löchern, sondern deinen Kunden (wenn er anwesend ist). Frag zum Beispiel, welcher Raum dahinter liegt. Wenn es sich um Bad oder Küche handelt, könnten Wasserleitungen hinter der Wand verlaufen, und die willst du definitiv nicht anbohren!
  • Verschiebe den Task. Scheue dich nicht, einen neuen Termin für den Task mit deinem Kunden zu vereinbaren, wenn dich dein Balkensucher im Stich lässt oder du die Wand nicht „durchschauen“ kannst. Dem Kunden ist ein unfertiger Task sicherlich lieber als eine durchlöcherte Wand!
  • Besorge die richtigen Werkzeuge, um die Pfosten zu finden. Es ist immer besser, noch mal mit funktionierendem Werkzeug wiederzukommen, als beschädigte Leitungen zu riskieren. Denk dran: Je nach Wandart brauchst du möglicherweise verschiedene Arten von Balkensuchern.

Du tust dich mit der Pfostensuche immer noch schwer? Dann wirf einen Blick in den YouTube-Kanal von Home Depot und entdecke viele weitere Infos zur Wand-Montage!

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